Spätzlehobel oder Spätzlebrett

Wie funktioniert der Spätzlehobel

Hausgemachte Spätzle mit dem Spätzlehobel, oder doch lieber das Spätzlewunder

Spätzlehobel

Kurze Antwort: Das Bessere ist des Guten Feind!

Lange Antwort: Beim Spätzlebrett schaben Sie von oben nach unten. Und beim Spätzlehobelobel von vorne nach hinten und wieder zurück


Und weil ja alles immer ganz schnell gehen muss, sieht der Herd hinterher entsprechend aus. Da können Sie noch so vorsichtig sein, je schneller Sie hobeln, desto leichter läuft der Teig auch hinten oder vorne heraus. Insbesondere wenn der Topf eigentlich eine Nummer zu klein geraten ist. Wobei die großen breiten Töpfen, die eigentlich für den Spätzlehobel am besten wären, in kleinen 3-Mann-Haushalten kaum noch zu finden sind. Viel zu viel Platz nehmen sie im Schrank und in der Spülmaschine weg.

Obendrein gerät durch das schnelle Spätzle Hobeln auch das Wasser in heftige Wallung: Es schwappt über den Topf hinaus und macht die Sauerei auf dem Herd erst so richtig komplett.

Zudem schlägt Ihnen beim Spätzlehobel über dem kochenden Wasser heißer Wasserdampf mit voller Wucht entgegen. Der Hobel deckt ja höchstens ein Drittel der Topfoberfläche ab. Rechts und links davon strömt Ihnen die Hitze entgegen. Mit der einen Hand halten Sie den Spätzlehobel, mit der anderen hobeln sie, gleichzeitig versuchen empfindliche Naturen, den heißen Dampf wegzupusten. Gelingt das nicht, wird’s schnell ziemlich heiß am Handgelenk. So wird Spätzlehobeln schnell verdrießlich.

Mit Muxel´s Spätzlebrett geht das Spätzlekochen einfach

Spätzlebrett



Vergleichen Sie:

Beim Spätzlehobel sollte die Konsistenz vom Teig genau stimmen
Beim Spätzlewunder kann der Teig dick oder dünn sein, das Ergebnis sind immer leckere Spätzle.
Beim Spätzlehobel finden Sie öfters nach dem Hobeln den Teig nicht nur im Topf, sondern außerhalb und auf der Herdplatte
Beim Spätzlewunder ist immer noch alles sauber
Der Spätzlehobel ist sehr mühsam mit kaltem Wasser zu reinigen
Das Spätzlewunder kommt in die Spülmaschine


Statt öfter mal frischgemachte Spätzle auf den Tisch zu bringen, greifen daher leider viele Leute fast nur noch zu langweiligen Nudeln aus der Tüte. Es sei denn, Sie wissen wenigstens noch, wie man hausgemachte Knödel kocht – aber das ist jetzt eine ganz andere Geschichte und dauert mindestens 5x so lang, wie das Spätzlemachen mit unserem Spätzlebrett.

Fazit: Nichts gegen den guten alten Spätzleshobel, der vermutlich ziemlich lädiert und stellenweise angerostet in vielen bayerischen Haushalten ein Schattendasein führt: Mit unserem Spätzlebrett sorgen Sie dagegen schnell und einfach für schmackhafte Abwechslung im Speiseplan.

Nun sag schon: "Was sind denn Spätzle?"

So einfach ist die Antwort nicht, denn wenn der Schwabe von seinem Spätzle spricht, kann es entweder seine geliebte Frau, sein Kind oder Enkelkind sein. Wenn er allerdings von seinen Spätzle spricht, dann sind es gewiss die leckeren, gelben Dinger die duftend in seinem Teller darauf warten von ihm genüsslich verspeist zu werden. Lange müssen die Spätzle auch nicht warten, denn kein Schwabe kann dieser gelben Versuchung widerstehen.

Die kurze Antwort wäre: Teig der in kleinen Stücken ins kochende Wasser geschabt, gepesst mit der Spätzlepresse oder gehobelt mit dem Knöpflehobel und sofort wieder heraus genommen wird, das sind Spätzle.

Und nun fängt es schon an kompliziert zu werden. "Des send doch koine Spätzla" (Das sind doch keine Spätzle) würde so mancher Schwabe monieren, wenn sie nicht gleichmäßig ganz lang und ganz dünn sind, fast ähnlich Spagetti. Für die anderen sind es nur dann Spätzle, wenn sie ungleichmäßig dick vom Brett geschabt wurden. Der bayerische Schwabe will aber seine Spatza (Spätzle) rund und kurz, so wie sie aus dem Spätzlehobel oder wie der Allgäuer sagt, Spatzenhobel, kommen. Manche sagen einfach nur Spätzler dazu. Er will die langen dünnen Würstle nicht. Das sind denn aber keine Spätzle, das sind doch Knöpfle.

Stimmt dann auch wieder nicht ganz, denn der Badener sagt zu seinen Spätzle auch wiederum Knöpfli, die müssen aber trotzdem entweder lang und dünn aus der Presse kommen, oder von Hand geschabt sein, können aber auch mit dem Spätzlehobel gemacht werden, der muss dann allerdings unten an de Öffnung kleine Noppen haben, damit sie wiederum länglich werden.

Alles klar? Keine Angst es wird noch komplizierter, wenn Sie in die Schweiz gehen, da heißen sie denn nicht Knöpfle oder Spätzle sondern Chnöpfli, da sind sie dann schon eher wieder rund. Oder in Österreich da werden aus den Knöpfle in Vorarlberg, (ganz klein und rund, je kleiner umso besser gemacht mit dem Spätzlehobel ) in Graz und Wien dann Nockerln, die müssen dann schon groß, ganz groß sein. Teilweise werden Sie dort noch mit einem kleinen Löffel der Reihe nach ins kochende Wasser geworfen.

Sie merken ganz einfach ist das mit den Spätzle nicht. Das war nun aber erst die Form, beim Teig wird die Verwirrung gleich noch größer.

Aber keine Angst: Erstens können Sie mit unserem Spätzlewunder fast jede Spätzle- oder Knöpfleform herstellen. Zweitens egal welche Form Ihre Spätzle haben, sie werden Ihnen immer schmecken.

Kurz noch, was Spätzle nicht sind: Spätzle sind auf keinen Fall irgendwelche getrockneten Teigstücke die in Spätzleform gepresst in mehr oder weniger bunten Plastiktüten zum Verkauf angeboten werden. Ebenfalls wenig mit frisch geschabten Spätzle gemeinsam haben diverse Tiefkühlprodukte.

Nun aber zum Teig:

Mehl, Eier, Salz, Wasser oder Milch

Wird fortgesetzt....