Wenn Sie ein nachkochbares Rezept für Gaisburger Marsch suchen
Gaisburger Marsch, die nahrhafteste aller Schwäbischen Spezialitäten
Der Ursprung dieser Schwäbischen Spezialität ist ohne Zweifel der heute nach Stuttgart eingemeindete Ort Gaisburg. Zur Namensgebung dieser Mahlzeit gibt es zwei widersprüchliche Geschichten, die vielfach nachzulesen sind. Trotzdem will ich Ihnen diese beiden Geschichten nicht vorenthalten.
Die erste Version handelt von Offizieren die jeden Tag an der Dorfgaststätte Bäckerschmide vorbei-marsch-ierten und häufig die Gelegenheit nutzten um einzukehren um die dortige Spezialität, einen Eintopf aus Ochsenfleisch, Gemüse, Kartoffelstücken und Spätzle zu geniessen.
Die zweite Version handelt von Frauen die täglich zu Ihren in Kriegsgefangenschaft befindlichen Männern marschierten um Ihnen den besonders nahrhaften Eintopf zu bringen.
Rezept Gaisburger Marsch
Zutaten:
Für die Brühe:
2 lt. Wasser
1 oder 2 Beinscheiben vom Rind ca.600 g
Salz
Suppengrün
2 Suppenwürfel
1 mittelgroße Sellerie
2 Karotten
Für den Spätzleteig:
250 g Mehl
3 Eier
Salz
Wasser oder Milch
Für die Zugabe:
1 große Zwiebel 1 TL Pfefferkörner
400 g Kartoffeln
20 g Butter
Zubereitung:
Aus Suppengrün, Sellerie und Karotten, Fleisch, eventuell auch Markknochen, eine Fleischsuppe machen. Dazu geben Sie die 2 Liter Wasser in einen Topf geben die Beinscheibe und das geputzte Suppengrün dazu, salzen. Einmal aufkochen lassen, danach zurückschalten und das ganze mindestens 2 Stunden köcheln lassen, je länger umso besser. Zum Schluss noch die Suppenwürfel hinzu geben.
Kartoffel schälen und in Scheiben schneiden, entweder 20 Minuten in Salzwasser kochen, oder besser 20 Minuten mit dem zugedeckten Spätzlewunder auf die Suppe stellen und im Dampf garen.
Spätzle nach Grundrezept (Mehl, Eier, Salz und Flüssigkeit zu einem zähflüssigen Teig schlagen und durch das Spätzlewunder in leicht kochendes Wasser schaben. Sobald sie oben schwimmen heraus nehmen und warm stellen) zubereiten.
Eine große Zwiebel in Scheiben schneiden und die Ringe in Butter goldbraun braten.
Die Brühe durch ein Sieb abgießen und das Fleisch vom Knochen lösen, in ca. 1cm kleine Würfel schneiden. Ebenso die Karotten und die Sellerie kleinschneiden. Danach das Fleisch und die Suppeneinlage, die Spätzle mit den Kartoffelscheiben entweder in den einzelnen Suppenterrinen verteilen mit der Brühe auffüllen, die angerösteten Zwiebelringe darüber geben, oder das ganze urschwäbisch in einem großen Topf servieren. Früher hat die ganze Familie gemeinsam aus diesem Topf gegessen.